Kommunikations und Beratungszentrum

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Coming out

(to come out of the closet)

Der Begriff Coming Out stammt aus dem amerikanischen: "aus dem Schrank herauskommen". Er steht für das öffentliche Bekennen des Schwul-, Bi- oder Lesbischseins. Es gibt mehrere Schritte in diese Richtung. Das ist beim Jungen genauso, wie beim Mädchen. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst und mache es nur, wenn Du wirklich bereit bist. Der erste Schritt ist sich selbst einzugestehen, dass Schwulsein keine "Phase" ist, die vorübergeht. Finde einen Weg zu Dir selbst - stehe zu Deinen Gefühlen und Wünschen. Es gibt keine Regel, wann dieser Punkt erreicht ist: Sei es mit dreizehn Jahren oder erst mit 50. Für viele Menschen ist es eine Zeit, in der man sich an einem Tag zuversichtlich fühlt und jedem erzählen möchte, wer man ist. Und am nächsten Tag überwiegt wieder die Furcht vor der Zurückweisung - man ist erleichtert, es niemanden erzählt zu haben. Wann immer Du Hilfe brauchst und reden möchtest, wir sind für Dich da! Der zweite Schritt ist das Reden mit anderen. Es hängt von Dir ab, ob Du es deinem besten Freund, Deiner Familie oder Anderen erzählst. Bevor Du das machst, musst Du so gut es geht - darauf vorbereitet sein, mit allem konfrontiert zu werden, was es an menschlichen Reaktionen gibt: Und das ist eine sehr breite Palette! Suche Dir jemanden aus, dem Du vertraust, der Dich unterstützt. Denke auch daran, dass Du selbst einige Zeit dafür gebraucht hast, Dich an Dein Schwulsein zu gewöhnen. Diese Zeit brauchen andere auch. Überstürze nichts und antworte ehrlich auf alle Fragen. Ist das Gespräch gut verlaufen, fühlst Du Dich erleichtert und freier. Viele Menschen reagieren positiv: "Ich bin froh, dass Du es erzählt hast" oder "Habe mir das schon gedacht und darauf gewartet, dass Du es sagst". Sei nicht verzweifelt, falls es nicht gut läuft. Für Viele ist es anfangs schockierend und sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Vor allem Familienmitglieder fühlen sich "schuldig", enttäuscht oder sind traurig. Das geht vorbei. Deine Eltern sind Deine Eltern und werden Dich mit der Zeit so akzeptieren, wie Du bist. Der dritte Schritt ist das Kennen lernen von anderen Schwulen, das Erforschen deiner Sexualität und Deines neuen Lebensgefühls. Die "schwule Gemeinschaft" besteht wie jede andere Gruppe in der Gesellschaft aus Individuen, wo sich Jeder auch anders definiert.